Der Eisvogel

Einführung

Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist ein Vogel, der zu den Rackenvögeln zählt und dank seiner Färbung unverwechselbar ist. Wegen seinen auffälligen Farben könnte man denken, es sei ein Tropenvogel. Das stimmt nur teilweise. Tatsächlich lebt dieser schöne Geselle auch in Deutschland und in anderen europäischen Ländern. Trotzdem stammt er von tropischen Vögeln ab und ist unter diesen der Vogel, der sich am meisten in nördliche Gebiete getraut hat. Er lebt vermutlich seit der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren in Europa.

1. Aussehen und Maße

Eisvögel werden bis zu 16 cm groß und sind hauptsächlich blau und rot-orange gefärbt. Während ihr Bauch orange ist, sind die Flügel und fast der ganze Kopf dunkelblau. Sein Rücken ist jedoch hellblau. Während seine Füße ebenfalls rot mit schwarzen Krallen sind, hat er einen weißen Fleck am Hals und an der Kehle. Somit ist er unverwechselbar. Sein schwarzer Schnabel ist eher länglich und geht spitz zu. Damit kann er perfekt Fische fangen. Bei Männchen sind die Schnäbel ganz schwarz, bei Weibchen ist der untere Teil des Schnabels rot. Seine Farben glänzend und glitzern sogar in der Sonne, was signalisert, vorsicht, ich bin giftig. Deshalb wird er nur selten gefressen, da er vermutlich schlecht schmeckt. Sein Blau ist so besonders, dass es seinen eigenen Namen bekam: Eisvogelblau.

2. Verhalten und Rufe

Diese Tiere haben ein auffäliges Verhalten. Sie sind eher klein, jedoch umso schneller und wendiger. Wenn sie schnell fliegen, kann man meistens nur einen blauen Blitz erkennen. Eisvögel leben an Gewässern und fliegen häufig knapp über der Wasseroberfläche auf einer geraden Linie. Um an ihre Nahrung im Wasser zu gelangen, tauchen sie mit dem kompletten Körper ins Wasser, manchmal bis zu 1 Meter unter der Wasseroberfläche. Jedoch sind sie miserable Taucher und haben auch keine Schwimmhäute. Daher ertrinken viele Eisvögel. Eisvögel sind vielleicht klein, jedoch nicht zu unterschätzen. Sie können äußerst aggressiv werden und vertreiben andere feindliche Eisvögel, Rotkehlchen und Wasseramseln aus ihrem Revier. Um feindliche Eisvögel zu vertreiben, versuchen sie ihnen, die Augen auszustechen, sie an der Kehle zu packen und sie zu ertränken. Ihr Ruf ist ein hohes "Tieht - Tieht!".

3. Verbreitung und Lebensraum

Eisvögel leben in fast ganz Europa (außer Skandinavien), Teilen Afrikas, Russlands und in großen Gebieten (besonders an Küsten) Asiens. Sie sind eigentlich Standvogel, jedoch sind sie in nördlicheren Teilen Zugvögel. Sie leben nur an Gewässern wie Flüsse und Seen. Zwar bevorzugen sie Flüsse, sind jedoch auch an großen Teichen und Seen vorzufinden. Dort fischen sie im Wasser nach ihrer Nahrung und tauchen sogar unter Wasser, um sie zu erhaschen. Ihre Nester bauen sie in senkrechte, lehmreiche Uferwände. Sie beherrschen den Rüttelflug und picken, in der Luft stehend, Löcher in die Wände. Später setzen sie sich in die Tunnel und graben weiter, bis der Tunnel bis zu 1 Meter lang ist. Der Durchmesser ist ungefähr 5 - 6 cm. Am Ende des Tunnels ist eine runde Kammer, wo die Eisvögel ihre 6 - 8 runde, weiße Eier legen. Diese werden mit Fischgräten ausgepolstert.

4. Nahrung

Die Hauptnahrung der Eisvögel sind Kleinfische wie z.b. Bachschmerlen. Jedoch fressen sie auch Kaulquappen, Kleinkrebse und Wasserinsekten. Da seine Nahrung hauptäschlich an Gewässern vorkommt, ist er auf das Wasser angewiesen und kann nur dort, auch wegen seiner Nahrung, auf dauer gut leben. Seine Beute fischt er mit seinem Schnabel aus dem Wasser, indem er in das Wasser eintaucht. Dank seiner scharfen Augen ist die Erfolgschanche bei gutem Wetter und klarem Wasser fast immer 100 Protzentig.

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