Der Filmschnitt

Als Schnitt, auch Cutting, bezeichnet man den Wechsel der Einstellungen in einem Film. Dieser erzeugt verschiedene Wirkungen, kann Stimmungen erzeugen, Zeitübergänge erschaffen und Handlungen parallel voneinander ablaufen lassen. Hierbei unterscheidet man den eigentlichen Schnitt von der Montage. Der Schnitt bezieht sich auf die mechanische Aneinanderreihung der Filmsequenzen, während die Montage die künstlerische Darstellung, also wie der Schnitt wirkt, ist.

Grundlegend hat der Schnitt folgende Aufgaben:

1. Zeitverkürzung

Während den ersten Filmaufnahmen war der Filmschnitt noch unbekannt. Wie im Theater war also die Zeit, die auf dem Bildschirm ablief, auch die Zeit, in der gedreht wurde. Besonders mit den längeren und künstlerisch ansprechenderen Filmen wäre dies zu einem Hindernis geworden, allerdings entdeckte man die Möglichkeit, Film zu schneiden. So kann man heutzutage sehr einfach Zeitsprünge darstellen. Diese können groß sein und viel Zeit überspringen oder einfach nur den normalen Handlungsablauf vielfältig darstellen.

2. Einstellungswechsel

Jede Einstellung hat ihre eigene Wirkung. Daher ist es sinnvoll, in einer Szenen zwischen den Einstellungen zu wechseln. Der Mensch nimmt nicht wirklich wahr, wenn er bei einer Unterhaltung schnell von einer zu einer anderen Person schaut. Beim Film fällt dies mehr auf, daher schneidet man diese Wechsel, dies ist auch technisch vorteilhafter, da man nicht immer einen Kameraschwenk machen muss. Zudem wären solche Schwenks auch nicht immer bildlich gut gelungen, zum Beispiel vom Detail zum Panorama. Hierbei setzt man auch darauf, dass der Zuschauer den Schnitt nur unterbewusst wahrnimmt und nur bemerkt, wenn er auf diesen achtet. Dies führt dazu, dass der Film mehr realistisch wirkt, eine Ausführung dazu gibt es in dem Artikel „Die Psychologie im Film“.

3. Parallele Handlungen

Ebenfalls eine Möglichkeit, den Schnitt zu nutzen, ist, um verschiedene Handlungen abwechselnd darzustellen, diese finden zeitgleich oder etwas versetzt statt. Meistens sind die Handlungsstränge miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Die künstlerische Form von diesem Schnitt nennt man Parallelmontage.

4. Ortswechsel

Der Wechsel von Szenen und Schauplätzen ist mittlerweile in fast jedem Film vorhanden. So ist auch hier ein Schnitt im Film nicht mehr wegzudenken, im Gegensatz zum Einstellungswechsel darf dem Zuschauer der Schnitt aber auch direkt bewusst werden.

Grundsätzlich liegt die Kunst im Schnitt darin, die Handlungen in den einzelnen Einstellungen so flüssig wie möglich ineinander übergehen zu lassen. Bewegungen von Personen dürfen nicht verloren gehen und müssen, auch wenn separat von den übrigen Einstellungen aufgenommen wurden, so wirken, als wenn die Handlung niemals unterbrochen wurde.

Kommentare

Hab dich verlinkkkkt: https://puvelzzz.de/puvelzzz/zu-empfehlende-sites/
By Puvelzzz

Neuen Kommentar schreiben