Der Igel

Einführung

Aufgrund eines Freundes, der ein riesiger Igel-Fan ist, mache ich diesen Artikel über unseren stachligen Gesellen. Wenn wir von dem Igel sprechen, dann meinen wir meistens den Europäischen Braunbrustigel (Erinaceus europaeus). Diesen lustigen Gessellen kennen wahrscheinlich die meistens von uns. Dieses kleines, nachtaktives Säugetier gehört zu den Insektenfressern und kennzeichnet sich besonders durch sein Stachelmantel aus.

Igel im Herbst nicht aufsammeln und aufpäppeln, wenn sie über 800 Gramm wiegen, also Idealgewicht haben. Liegt ihr Gewicht unter 800 Gramm, sollte man sie aufziehen und wieder vor dem Winter aussetzen, wenn sie ihr Idealgewicht erreicht haben.

Erreicht der Igel sein Idealgewicht nicht vor Winteranbruch, ist es ratsam, ihn durch die kalte Jahrszeit zu füttern oder einem Fachkundigen anzuvertrauen.

1. Aussehen und Merkmale

Der Igel fällt besonders durch seine vielen Stacheln auf dem Rücken auf, als Erwachsener hat er bis zu 9000 davon. In den Millionen von Jahren seit es Säugetiere gibt, haben sich die Haare auf dem Rücken der Igel zu Stacheln umgewandelt, um das Tier bei Gefahr so zu Schützen. Denn wenn Igel nur ein seltsames Geräusch hören, stellen sich ihre Stacheln, welche spitzer als Stricknadeln sind, auf und der Igel rollt sich zusammen. So werden Bauch und Kopf von einer kompletten, runden Kugel umschlossen. Dies ist sehr effektiv, da nur wenige Fressfeinde diese Taktik überwinden können. Da allerdings Igel bei Gefahr nicht wegrennen, werden sie oft von Autos überfahren, da die dicken Gummireifen die kleinen Igel einfach zerdrücken. Daher sterben sehr viele Igel auf Autobahnen und anderen Straßen. Neben dem Stachelkleid haben die kleinen Insektenfresser eine lange, dünne Schnauze und zwei kleine Knopfauǵen, welches einen besonders süßen Eindruck auf Igel hinterlässt. Die kleinen Beinchen und der kleine Stummelschwanz unterstützen diesen Effekt noch.

Ausgewachsene Igel können bis zu 30 cm lang werden. Igel sind meistens mit ungefähr 2 Jahren ausgewachsen.

2. Lebensraum und Verbreitung

Der Europäische Braunbrustigel ist der in Deutschland am meisten verbreitete und häufigste Igel. Er besiedelt ganz Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Irland, Großbritannien und die Schweiz, allerdings ist er meist nicht auf kleinen Inseln anzutreffen. Zudem ist er in Teilen Russlands, Norwegens, Finnlands und Schwedens anzutreffen. Igel sind Nachtaktiv und schlafen meistens tagsüber in eigenen Nestern. Diese Nester bauen sie aus Laub und Moos oder schlafen zwischen tiefen und großen Wurzeln von Bäumen. Ihre Nester errichten sie gerne in Erdmulden oder übernachten in verlassenen Kaninchenbauten.

3. Ernährung

Igel sind eigentlich Fleischfresser, die sich von Regenwürmern, Maden, Käfern, Schnecken und anderen Insekten und Wirbellosen Tieren ernähren. Allerdings sind diese kleinen, verfressenen Tiere nicht sehr wählerhaft. Sie fressen meistens immer dass, was ihnen gerade vor die Schnauze kommt. Wenn sie fressen, kann man das meistens an starkem schmatzen erhören. Igel schrecken auch vor toten Mäusen oder Vogelbrut nicht zurück, allerdings sind sie keine Räuber, sondern schnüffeln nur gemächlich über den Boden und fressen, was zufällig ihnen im Weg liegt. Doch Igel sind auch mit Vorliebe daran, besonders im Frühling, frische Früchte und Fallobst zu verputzen. Besonders begehrt sind Äpfel und Birnen, da sie besonders viel in der Natur vorkommen. Aber auch vor anderem Obst und Gemüse, z.b. vor Pflaumen und Zwetschken schrecken sie nicht zurück. Gerade im Herbst, wo die kleinen Kerle aus dem Gebüsch sich einen Winterspeck anfressen müssen, kann es vorkommen, dass so manch ein Igel auchmal Katzennäpfe entleert und die Früchte vom Grundstück verputzt.

4. Der Igel im Garten

Wenn man eines Tages bemerkt, dass ein kleiner Igel im Garten ist, kann man sich freuen, ein so wunderbares Geschöpf bei sich zu haben. Vermutlich wird es immer wieder kommen und im Garten nach Früchten und Regenwürmern suchen. Falls man den Tieren zu essen und trinken hinstellen will, sollte man keine Milch verwenden, da Igel kein Milchzucker vertragen. Wenn man den Tieren eine Freude machen will kann man auch ein Igelhaus bauen, man kann aber auch ein solches Haus im Internet kaufen oder aus Holzkartons eines gestalten. Im Herbst kann man trockenes Laub und reisig zu Haufen zusammenschütten, wodrin sich eventuell im Winter Igel einquartieren können und dort ihren Winterschlaf halten. Dann sollte man sie auf keinen Fall dabei stören. Findet man einen verletzen oder stark orientierungslosen Igel, sollte man schnellstens Experten rufen oder das Tier zum Tierarzt bringen. 

5. Igelgefährdung und Igelschutz: Was kann ich tun?

Igel sind zwar noch nicht vom aussterben bedroht, jedoch kann dies sehr schnell der Fall werden. Denn zahllose Igel sterben auf Straßen, da sie nicht wegrrennen sondern sich nur zusammenkugeln, was es bei Autos nicht bringt. Als Autofahrer kann man also mehr aufpassen und besonders Nachts auf die Straße achten und nicht schnell fahren. Pestizide in Früchten ist auch ein Thema, welches viele Igel den Tod bringt. Zudem sterben unzählige Igel jedes Jahr im Winter, da sie kein Unterschlupf gefunden haben, oder nicht genug Futter für den Winterschlaf gefunden haben. Damit die Todesrate der Winteropfer unter den Igeln verringert werden kann, können selbst wir als Zivilisten helfen und ein Igelhaus oder ein großen Laubhaufen für den Winter im Herbst errichten.

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Kommentare

danke für den Hinweis, das die Igel nicht in einer wohnung überwintern sollten. Weisst du auch warum die dann meistens sterben?
By Magnus

Hallo Magnus, leider nein, vermutlich aber deshalb, weil ihr Körper einfach nicht an Häuser angepasst ist und er dort sich nicht wohlfühlt.
By Marion

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