Die Kunstform Film

Sollte in einem Satz beschrieben werden, was “Film” ist, wäre folgendes ein gutes Beispiel: “Der Film ist eine Kunstform, die mithilfe von Bild, Ton und Musik den Menschen kulturell, wirtschaftlich und informationell bereichert."

 

Kamera alt

 

Warum ausgerechnet Bild, Ton und Musik gewählt wurde, ist einfach zu erklären: Jedes dieser drei Medien kann für sich alleine stehen, das Bild ist Inhalt der Fotographie oder von Internetvideos, diese kommen dem eigentlichen Film schon sehr nahe. Doch noch fehlt etwas. Bevor ein Video ein Film ist, muss er eine Geschichte erzählen. Dabei ist es egal, ob es eine Liebesgeschichte, ein Krimi oder eine Dokumentation ist, aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie sind unterlegt mit Ton und Musik, es wird erklärt oder Dialoge geführt, die Stimmung ist abhängig von der Musik.

Wenn man darüber nachdenkt, wird schnell klar, dass auch Ton als Hörspiel oder Musik als Lied alleine stehen kann und dann als eigenes Medium gilt. Doch erst sie alle zusammen ergeben das, was wir den Film nennen: Eine Erzählung, die uns in eine andere Welt entführt, sei sie real oder erfunden, in uns Gefühle und Emotionen weckt, uns zum lachen oder weinen bringt.

Und obwohl wir wissen, dass das, was vor uns auf dem Bildschirm flimmert, nicht wirklich da ist, erschrecken wir uns, wenn im Film ein Schreckmoment kommt, wir merken nicht einmal, wie sehr der Film uns beeinflusst und uns unterbewusst lenkt.

So ist es kein Wunder, dass der Mensch auch schnell aus diesem mächtigen Instrument, mit der man Leute so schnell wie noch nie lenken und binden kann, Profit schlug.

Bereits die ersten Filmaufnahmen wurden 1895 in einem Theater- bzw. Varietésaal vorgeführt und auch die ersten Spielfilme im frühen 20. Jahrhundert deckten nicht nur ihre Produktionskosten, indem sie ihren Film gegen Bezahlung vorführten, sie machten auch Gewinn. Die Menschen wurden unterhalten und die Filmmacher bekamen Geld, so entstand ein neuer Wirtschaftszweig, welcher mit der Erfindung der Speichermedien und später dem Internet weiter wuchs. Die erfolgreichen Filmmacher wurden prominent, ihre Werke wurden als das verehrt, was sie auch eigentlich waren, als Kunst.

Der Film erreicht die Menschen, als Massenmedium unterhält er sie aber nicht nur, er informiert auch. Dokumentationen und Reportagen werden zu Themen gedreht, Unternehmen bewerben sich mit Imagefilmen und sogar staatliche Einrichtungen wie die Bundeswehr nutzen die Kunstform Film, um sich der Bevölkerung vorzustellen.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Film greift als Kunstform auf die Sinne des Menschen zu, mit bildlicher und musikalischer Darstellung entsteht eine Stimmung, die uns beeinflusst, so wird der Film genutzt, um zu werben, zu informieren oder zu unterhalten.

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