Die Schauspielerei

Beim Schauspielern versetzt sich eine Person in eine fiktive Rolle, nimmt deren Gestalt und Verhalten an, um den Zuschauenden das Bild zu vermitteln, dass die fiktive Person wirklich vor ihnen existiere. Wie der Film an sich ist auch das Schauspielern eine Variante, um Erzähltes zu visualisieren und denen Menschen die Geschichte so näher zu bringen. Da der Mensch eine Handlung vor sich eher für real hält als eine Erzählung in mündlicher oder schriftlicher Form, wurde dieses Mittel bereits lange vor dem Film im Theater angewandt.

Die Grundlagen des Schauspiels liegen vermutlich in der Verkörperung von Gottheiten in den frühen Anfängen der Menschheit. Mit Masken und anderen Hilfsmitteln repräsentierten die Menschen andere, so auch höhere, Wesen. Dies geschah unter anderem wohl bei Ritualen, allerdings auch bei der Jagd, um Tiere zu täuschen. Erst später wurde das Schauspielern eine Freizeitbeschäftigung, im griechischen Theater verkörperte man noch immer Götter. Dies tat man allerdings eher, um die Legenden und Geschichten der höheren Mächte den Menschen näher zu bringen.

Um sich in eine Rolle hineinzuversetzen, um so handeln und sprechen zu können, benötigt es oft Erfahrung und künstlerische Fähigkeiten. Diese werden unter anderem an Hochschulen im Studiengang Schauspiel gelehrt. Dabei unterscheidet man von zwei Formen:

Bei der Identifikation blendet der Schauspieler sein reales Leben und sein reales Ich komplett aus, für ihn ist er in dem Moment wirklich die Rolle, die er verkörpert.

Bei der Distanz hat der Schauspieler immer im Hinterkopf, wer er wirklich ist und muss so jeden seiner Schritte logisch für seine Rolle planen.

Neuen Kommentar schreiben