Einen guten Film drehen

Planen, Drehen, Bearbeiten 

Planen, Drehen, Bearbeiten. Das sind die 3 Phasen des Filmmachens. Sie wirken relativ simpel, trotzdem nimmt jede von ihnen viel Zeit und Arbeit in Anspruch. Dabei ist es grundlegend egal, ob es sich um eine kommerzielle Spielfilmproduktion oder um Hobbyfilmer handelt.

1. Projektentwicklung

Jede Geschichte, auch ein Film, fängt mit einer Idee an. Entweder schreibt man diese selber zu einer Geschichte nieder, oder man engagiert jemanden, der dies übernimmt. Grundsätzlich sollte man sich entscheiden, welche Rolle man selber in dem Filmprojekt spielen will. Ist es das eigene Projekt, lohnt es sich, eine Führungsrolle und nicht etwa eine Schauspiel- oder Assistentenrolle zu beziehen.

Hierbei gibt es den Drehbuchautor, der das Drehbuch schreibt und es an den Produzenten weitergibt, welcher das Projekt finanziert und passiv leitet. Aktiv und vor Ort leitet der vom Produzenten engagierte Regisseur das Filmprojekt, nach seinen Vorstellungen wird der Film gestaltet. Bei den ersten Filmversuchen empfiehlt es sich, mehrere, wenn nicht alle drei Rollen zu übernehmen. Dies macht zwar mehr Arbeit, erleichtert diese aber. Man ist unabhängiger und geschützt gegen Rückzieher anderer. Trotzdem kann man keinen Film alleine machen. Man benötigt immer eine Filmcrew. Am Anfang reicht es völlig, wenn es sich hierbei um Freunde handelt. Allerdings sollte einem bewusst sein, welche Aufgaben die Crew hat. Grundlegend gibt es folgende Stellen:

  • Kameramann – Der Verantwortliche für die Kamera, er führt diese während den Dreharbeiten.
  • Tontechniker – Der Verantwortliche für den Ton, er nimmt diesen während den Dreharbeiten auf.
  • Lichttechniker – Der Verantwortliche für das Licht, er setzt dieses während den Dreharbeiten.

Bei professionellen Filmproduktionen wird zuerst der Stab zusammengestellt. Erst danach findet das Casting statt. Für die eigene Produktion ist es aber empfehlenswert, sich zuerst Schauspieler zu suchen, wenn man mit Freunden dreht. Da diese häufig keine Erfahrung in dem Bereich haben, ist das Schauspiel eine Herausforderung für sie und viele wollen nicht vor der Kamera stehen.

Während dieser Planungsphase sollte man sich auch um das Equipment kümmern, also hauptsächlich um

  • die Kamera, von der es zahlreiche Modelle gibt.
  • das Mikrofon an einer Tonangel.
  • und die Beleuchtung, so Scheinwerfer, Lichtwannen oder Baustrahler.

2. Dreharbeiten

Ist die Crew und das Equipment bereit, sollte man einen festen Termin für den Start der Dreharbeiten festlegen, um bestmöglich zu planen. Zudem sollte ein Storyboard gezeichnet worden sein, bei dem die einzelnen Einstellungen und Szenen genau geplant und visualisiert sind. Während den Dreharbeiten nutzt man dieses Storyboard, um die Szenen so zu filmen, wie sie gezeichnet wurden. Gleichzeitig wird der Ton aufgenommen und das Bild mit Lichtsetzung verbessert.

3. Postproduktion

Hat man die Szenen abgefilmt, werden sie in der Postproduktion nach den Dreharbeiten hintereinandergelegt und angepasst, der Film wird geschnitten. Nun werden VFX und SFX eingefügt, Farben korrigiert und Musik hinterlegt.

(4. Vertrieb)

Der Vertrieb fällt bei Hobbyproduktionen fast ganz weg, da diese grundsätzlich nicht verkauft werden. So wird auch keine Werbung benötigt, welche in einem kommerziellen Filmprojekt ein weiterer aufwendiger Schritt ist. Seit dem Aufkommen von Social Media veröffentlichen viele junge Filmemacher ihre Werke im Internet, um ohne großen Aufwand die Menschen zu erreichen.

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