Filmlexion

Lexikon über Filmbegriffe

Streulichtblende / Gegenlichtblende

Die Streulichtblende, auch Gegenlichtblende oder Sonnenblende genannt, ist ein meist aus Plastik bestehender Schutzmantel, welcher vor das Objektiv einer Kamera angebracht wird. Dieser verhindert, dass Licht schräg auf die Linsen der Kamera fällt und es zu störenden Reflektionen wie Lens Flare kommt. Wird die Lichtquelle, z.B. die Sonne jedoch zentral gefilmt, ist Lens Flare fast unvermeidbar, in diesen Situationen aber auch häufig gewollt.

Timelapse / Zeitraffer

Der Zeitraffer, english Timelapse, ist ein Effekt, welcher gegensätzlich zur Zeitlupe den Film verschnellert darstellt. Beim Undercranking wird eine Sequenz in einer höheren Framerate wiedergegeben, als sie aufgenommen wurde, dies erzielt einen Timelapse-Effekt. Alternativ ist es möglich, eine aufgenommene Sequenz künstlich in einer Software zu verschnellern, hierbei spricht man vom sogennanten Speedchanging.

Tonmeister / Toningenieur / Recording Producer

Der Toningenieur, auch Tonmeister oder Recording Producer genannt, ist der Leiter der audiotechnischen Abteilung im Film. Er ist sowohl für die Technik als auch für die kreative Gestaltung des Tones verantwortlich, und arbeitet mit dem ihm zugeteilten Tonassistenten und (im Film) Tonangler zusammen. Der Toningenieur fungiert somit als Aufnahmeleiter für den Ton, betreut und leitet die Aufnahmen. Zudem nimmt dieser die Wünsche des Regisseurs an und sorgt für die richtige Umsetzung.

Slow Motion / Zeitlupe

Als Slow Motion (kurz Slomo) oder Zeitlupe wird ein Effekt bezeichnet, welcher den Film verlangsamt darstellt. Für Slow Motion gibt es zwei Anwendungsvarianten, das Overcranking, bei dem mit einer erhöhten Framerate aufgenommen wird und die Sequenz mit der normalen Rate (meist 24, 25 oder 30 fps) wiedergegeben wird oder das Speedchanging, bei dem die normal aufgenommene Sequenz mit einer jeweiligen Software technisch verlangsamt wird.

Regie

Die Regie bezeichnet im Film oder Theater die kreative, aktive Leitung eines Projektes. Diese wird von dem Regisseur und ggf. von Regieassistenten übernommen.

Three Quarter Shot / Amerikanische

Die Amerikanische, auch als Three Quarter Shot, Knee Shot oder American Shot bezeichnet, ist eine Einstellungsgröße, welche einen Protagonisten von Kopf bis etwas unterhalb der Hüfte oder den Knien zeigt. Sie ist von der Wirkung her fast deckungsgleich mit der Halbnahen und wird häufig auch nicht als grundlegende Einstellungsgröße aufgeführt. Die Amerikanische stammt aus dem Western-Genre, in welchen man eine Person, welche in einem Duell eine Waffe zieht, optimal zeigen wollte, ohne zu viel zu zeigen.

Kugelcharakteristik

Die Kugelcharakteristik bezeichnet die Eigenschaft eines Gerätes zur Aufnahme oder Abgabe von Audio-Material, den Ton in einem gleichmäßigen, "kugelartigen" Bereich aufzunehmen oder abzugeben. Dies ist meist auf Mikrofone bezogen. Haben diese eine Kugelcharakteristik, nehmen sie den Ton um sich herum gleich stark auf, egal aus welcher Richtung. Sie funktionieren aber nur auf kurze Distanz gut und werden daher meist als Ansteckmikrofone für das Fernsehen verwendet, können aber versteckt auch im Film zum Einsatz kommen.

Dolly / Kameradolly

Ein Dolly, Kamerawagen oder Kameradolly ist eine auf Rädern und/oder auf Schienen bewegliche Vorrichtung, mit der die Kamera stabil und ruckelfrei geführt werden kann. Ein Dolly ermöglicht Kamerafahrten und wird vom Kameramann oder Kameraassistenten geführt. Die kleinere Alternative zum Dolly ist der Kamera-Slider.

Reflektor

Ein Reflektor ist ein lichttechnisches Gerät, dessen Oberfläche Lichtstrahlen bündelt und in eine Richtung lenken lässt. Es muss sich hierbei nicht um ein stark reflektierendes Material handeln, auch eine weiße Fläche kann schon Sonnenlicht optimal reflektieren. Ein Reflektor kann Licht gleichmäßig und weich über eine Szene verteilen und unterscheidet sich so von einem Scheinwerfer, der hartes Licht gezielt setzt. Der Reflektor wird in der Lichtgestaltung eingesetzt.

Wide Shot / Totale

Die Totale / Wide Shot ist eine Einstellungsgröße, die eine Handlung oder nähere Umgebung einführt. Protagonisten werden in dieser Größe klein dargestellt und können auch eingeführt werden, dafür eignet sich jedoch besser die Halbtotale, bei der der Protagonist von Kopf bis Fuß dargestellt wird.

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