Tipps für den ersten Film

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1. Plane Sorgfältig

Ein großer Fehler vieler Hobbyfilmer ist, dass sie zu schnell und überstürzt mit ihrem Projekt anfangen. Natürlich reizt es, sofort mit dem Filmen anzufangen. Aber damit das Projekt auch gelingt, sollte man es von vorne bis hinten detailliert planen und überarbeiten. Dabei sollte man über jeden Schritt, z.B. das Schreiben des Drehbuchs und Kauf von Material genau nachdenken und sich vor allem Zeit lassen, um die Idee reifen zu lassen. So kann es nämlich auch sein, dass man in wenigen Tagen oder Wochen andere Vorstellungen vom Projekt oder gar kein Interesse mehr hat.

2. Setze dich mit dem Film auseinander

Für Erfahrene kein besonders wichtiger Punkt, für Anfänger umso mehr. Hinter einem Film steckt viel technische und künstlerische Erfahrung, an der es bei Einsteigern oft mangelt. Bevor man also einen Film drehen will, sollte man wissen, was man tut.

Für den Anfang sind Grundlagen in der Projektentwicklung eines Filmes, Kamerahandhabung- und führung und Filmschnitt beste Voraussetzungen. Später ist es sinnvoll, sich in der Tontechnik, Lichtsetzung, Color Grading, Filmediting und Filmmusik zu vertiefen.

3. Werde dir bewusst, was dein Ziel ist

Bevor man mit dem Projekt anfangen kann, muss man sich bewusst werden, wieso man diesen Film macht und wie er geplant ist. Dass man beim ersten Film keinen Hollywood-Blockbuster produzieren kann, klingt erst mal verständlich, trotzdem kann es immer sein, dass man zu viel erwartet und aufgrund mangelnder Kenntnis ein für sich nicht ausreichendes Ergebnis hat. Auch kann man nicht erwarten, dass jeder den Film sehen will oder gut findet. Die ersten Filmversuche macht man grundsätzlich für sich selber, weil einem das Filmmachen Spaß macht.

4. Rechne mit Rückschlägen und Kosten

Neben den ursprünglichen Produktionskosten kann es immer wieder Situationen während den Arbeiten geben, in denen man doch noch Geld ausgeben muss oder das Projekt auf der Kippe steht. Dies passiert auch in kommerziellen Filmproduktionen, diese sind durch ein ausreichendes Budget und viele Mitarbeitende zum großen Teil abgesichert. Grundsätzlich ist es immer ratsam, mit noch kommenden Kosten und Problemen zu rechnen und sich auf diese vorzubereiten.

5. Lass dich nicht entmutigen

Abschließend lässt sich nur noch das sagen, was in Punkt 3 bereits angesprochen wurde. Der Film und die Arbeit um ihn herum soll dir Spaß machen, und nicht nur für deine Mitmenschen gemacht sein. Natürlich ist es nicht falsch, den fertigen Film vorzuführen, im Gegenteil, eigentlich lebt diese Kunstform auch davon. Trotzdem darf man sich besonders bei den ersten Filmversuchen keinen Druck und Angst machen lassen, denn man muss niemandem etwas beweisen. Auch wenn negatives Feedback kommt, sollte man sich nicht davon demotivieren lassen. Man sollte es beherzigen, und wenn man Lust hat, die Anregungen und Kritik in sein nächstes Projekt einzubinden.

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